Ich   bin   ein   sogenanntes   “Sonntagskind”,   doch   bin   ich   deshalb   auch   ein   Glückskind?   Auf   jeden   Fall   gehöre   ich   der   Generation   der “Kriegs-Enkel”   an.   Aufgewachsen   und   erzogen   von   Eltern,   die   selbst   als   Kind   den   furchtbaren   Zweiten   Weltkrieg   erleben   mussten,   die von   diesen   Ereignissen   traumatisiert   waren.   Das   hatte   auch   Einfluss   auf   meine   Erziehung.   Eltern   sind   immer   bemüht,   das   Beste   für ihre    Kinder    zu    wollen.    Doch    allzu    oft    gelingt    dies    nicht    immer.    In    den    Familien    der    “Kriegs-Enkel”    wurde    in    Folge    der Kriegstraumatisierung   selten   offen   geredet.   Schweigen   war   an   der   Tagesordnung,   Probleme   konnten   so   nicht   gelöst   werden.   Sie schienen   überhaupt   nicht   zu   existieren.   Und   dennoch   gab   es   sie.   Die   Fähigkeit,   Konflikte   konstruktiv   lösen   zu   können,   wurden   damals oft nur autodidaktisch erworben. Und   so   war   es   fast   unvermeidlich,   dass   auch   für   mich   eine   schwere   Zeit   begann.   Im   Grundwehrdienst   der   NVA   der   DDR   geriet   ich   mit mir   selbst   in   Konflikt   und   letztendlich   auch   mit   dem   Staat.   Meine   Haftzeit   in   den   Zellen   der   Staatssicherheit   und   die   nach   der Entlassung   folgenden   Jahre   der   Überwachung   und   Verfolgung,   waren   die   folgenreichsten   Jahre   und   haben   mich   bis   heute   nachhaltig geprägt. Mit   dem   Ende   der   DDR   brach   für   mich   persönlich   die   Zeit   der   Freiheit   an.   Ich   konnte   mein   Leben   selbst   in   die   Hand   nehmen   und genoss   diese   Freiheit.   Obwohl   ich   bis   2007   sehr   viel   auf   Reisen   war,   reduzierte   ich   meine   Freiheit   nicht   nur   auf   die   Reisefreiheit.   Ja, ich   habe   diese   Welt   kennen   lernen   dürfen,   auch   das   Leid   und   die   Armut.   Diese   Erlebnisse   kann   ich   nicht   vergessen.   Andererseits   erden die   Erinnerungen   mich   auch   immer   wieder.   Mir   wird   dann   bewusst,   wie   gut   es   mir   geht,   auch   wenn   nicht   mehr   alles   so   wie   früher   ist. Besonders   berührt   haben   mich   meine   Aufenthalte   in   Ägypten   mit   Nilkreuzfahrt,   der   Türkei,   in   Mexiko   und   auf   dem   Kreuzfahrtschiff entlang der westlichen Südamerikaküste mit Chile, Peru, Ecuador, Guatemala, Nikaragua und Mexiko. Eine   lang   anhaltende   Erkrankung   hat   mich   im   Jahr   2010   mit   der   Jerichower   Schreibrunde   zusammengeführt.   Dort   finde   ich   Halt   in   den Folgen   meiner   Krankheit,   kann   vor   allem   Kraft   und   Mut   schöpfen.   Ich   habe   meine   Leidenschaft,   zu   schreiben,   wieder   entdeckt.   In meinen   Geschichten,   autobiografischen   Texten   und   meinen   Gedichten   kann   ich   meine   Gefühle   ausdrücken   und   leben.   Ein   kleiner   Auszug davon ist hier auf dieser Seite veröffentlicht. Wenn   Du   dort   liest   und   Dich   angesprochen   fühlst,   kannst   Du   mir   gern   eine   E-Mail   schreiben.   Ich   freue   mich   über   jeden,   der   sich   mit mir   austauschen   möchte.   Nur   Mut!   Ich   weiß   es   ist   manchmal   schwer.   Auch   mir   fehlt   oft   der   Mut,   aber   es   gibt   auch   Zeiten   wo   es einfach aus mir heraussprudelt.
Die   Jerichower   Schreibrunde   wurde   vom   PELIKAN   e.V.-FÖRDERVEREIN   FÜR   LITERATUR   UND   NEUE   SCHULE   initiiert.   Ziel   ist die    Antistigmatisierung    von    Menschen,    die    mit        Krankheit    bzw.    Behinderung    leben    müssen.    Es    wird    Hilfe    gegeben    bei Schreibversuchen und literarisch-künstlerischer Gestaltung ihres Konflikts. Ausbruch aus der Isolation. Wir   -   Schriftsteller,   Künstler   und   Patienten   -   treffen      uns      regelmäßig.   Vertrauen   und   Einfühlungsvermögen   gehören   dazu, Rücksicht   und   Geduld.   Erzählt   werden   Geschichten,   die   mit   dem   eigenen   Leben   zu   tun   haben,   mit   der   Krankheit   und   ihren   Folgen. Wie   erlebe   ich   sie   und   wie   reagieren   Verwandte,   Nachbarn,   Freunde   und   Kollegen   darauf?   Viele   Fragen   quälen.   Sie   sich   zu stellen,   dazu   gehört   Mut.   Mut   braucht   auch   der,   der   darüber   schreibt.   Aber   er   hilft   sich   und   anderen   damit.   Wer   nicht   selber schreiben   will.   erzählt   oder   hört   nur   zu.   Es   geht   um   Hoffnungen   und   Wünsche,   um   Eltern   und   Kinder   und   auch   um   das   Alleinsein. Das geht jeden an. Das   Zauberwort   heißt   Berührung.   Danach   suchen   alle.   Alle,   die   ihre   Geschichten   aufschreiben,   die   ihr   Leben   erzählen,   die   sich damit auseinandersetzen, auch ich. In   der   Schreibrunde   reden   wir   über   Glück   und   Unglück,   über   das   Vergessen   und   Vergessenwerden,   bereit,   den   einen   oder   anderen aufzufangen, wenn ihn sein Unglück einholt, wenn die Stimme versagt, weil Schreckensbilder aufleben. Das   Unglück   kann   auch   Angst   heißen.   Die   Angst   hat   viele   Wurzeln.   Der   eine   fürchtet   sich   vor   dem   Tag,   der   andere   vor   der Nacht.   Einer   vor   allem,   was   größer   ist   als   er   selber,   der   andere   vor   Kellerräumen,   Pusteblumen,   weißen   Kitteln.   Jeder   von   uns könnte diese Aufzählung auf seine Weise fortsetzen. Nicht jeden macht Angst krank. Aber die Krankheit kann jeden treffen. "Wir müssen achtsam sein mit uns und dem anderen." Das ist die Botschaft. Seit   Januar   2016   habe   ich   mit   Marion   Krüger   die   Leitung   der   Schreibrunde   übernommen.   Seit   ihrem   Bestehen   wird   sie   damit   nun das erste Mal von Betroffenen selbst geleitet.
der Spiegel der Seele... ist das Wort, als geschriebenes oder gesprochenes, ist das Handeln eines Menschen
Was oder wen ich noch mag:
Ich mag Musik und Texte von: Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehme ich keine Haftung. Diese tragen allein die jeweiligen Homepage-Betreiber!  Verstöße bitte ich mir unverzüglich anzuzeigen, damit ich den betreffenden Link löschen kann. Johannes Oerding www.johannesoerding.de Schneewittchen www.schneewittchenmusik.de Ich und ich www.ich-und-ich.de Tim Bendzko www.timbendzko.de Jupiter Jones www.jupiter-jones.de Down Below www.downbelow.de www.downbelowfans.de Peter Heppner www.peterheppner.de Paul van Dyk www.paulvandyk.com Marius Müller-Westernhagen www.westernhagen.de zurück zurück
Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehme ich keine Haftung. Diese tragen allein die jeweiligen Homepage-Betreiber! Verstöße bitte ich mir unverzüglich anzuzeigen, damit ich den betreffenden Link löschen kann.
Die ägyptische Pharaonenzeit www.aegypten.com
Die Welt der Maja www.majakultur.de
zurück zurück
Im Reich der Inka - Peru www.maya-culture.de/tag/inka
Ich interessiere mich für alte Hochkulturen
Diese Bücher habe ich schon gelesen: (eine kleine Auswahl)
Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehme ich keine Haftung. Diese tragen allein die jeweiligen Homepage-Betreiber! Verstöße bitte ich mir unverzüglich anzuzeigen, damit ich den betreffenden Link löschen kann.
Erich von Däniken www.daeniken.com
zurück zurück
Dachlukenkind von Marion Krüger
Mädchen von Gabriele Andro
Sand in der Hand von Dorothea Iser
Woher kam der Nandu von Wilfried Zacke
Wer ein Buch aufschlägt hört die Welt hämmern Jerichower Auslese
Kein Gott in der Nähe von Dorothea Iser
21. Dezember 2012 Das Ende unserer Welt ? von Adrian Gilbert
Unter den Tempeln von Jerusalem von Christopher Knight
Das Gedächtnis des Körpers von Jochaim Bauer
Der Crash kommt von Max Otte
Pink ohne Ende von Dorothea Iser
Antje von Annemarie lenkeit
Über uns Stille von Morton Rhue
Fluchtwege Jerichower Tagebuch
Ich war das goldene Kind von Kerstin Blasczyk
Haus der Hyazinthen von Sarah Sendler und Lutz Schneider
Die Macht der inneren Bilder von Gerald Hüther
Das Trauma der Kriegskinder von Sabine Finze
Seelische Trümmer von Bettina Alberti
Kindheiten im zweiten Weltkrieg von H.Radebold, G.Heuft, I.Fooken
Das Bild in mir von Helga Gotschlich
Wenn Pferde fliegen Dorothea Iser -Gedichte/ Ernst Holley - Illustrationen
Lutz Sehmisch          Bruno-Taut-Ring 159 39130 Magdeburg Tel. (0391) 74499636 Mobil (0178) 4981815 Fax (0391) 74499637 lutz@sehmisch-online.de             www.lutz-sehmisch.de
Vita
Biografie: geboren am 5.Juli 1959 in Dessau Lehrausbildung zum Maschinenbauzeichner danach als Produktionsarbeiter tätig 1988 BWL-Fernstudium an der Fachschule für Binnenhandel 1989 bis 1992 Führungskraft im Lebensmittel-Einzelhandel 1993 arbeitslos 1994 Studium an der FH Halberstadt; Diplomverwaltungswirt 1997 - 2012 im Landesdienst Sachsen-Anhalt seit 2005 ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Dessau-Roßlau seit 2010 Mitglied der Jerichower Schreibrunde      Mitglied im PELIKAN - FÖRDERVEREIN FÜR LITERATUR UND NEUE SCHULE      und im Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt e.V. seit 2011 Mitglied im Autorenkreis Burg seit 2012 Mitglied im Autoren- und Literaturkreis Wilhelm Müller Dessau seit 2012 Mitglied in der freien Künstlergemeinschaft „Rossel-unArt“ Bibliografie: „Hölle ohne Himmel“                  dorise-Verlag 2011 Beiträge in Anthologien: „Weiß blüht Mohn in der Dämmerung“ dorise-Verlag 2012 „Ich sterbe, wenn ich nicht schreibe“ dorise-Verlag 2013 „wenn es morgen wird lass es regnen“ Engelsdorfer Verlag 2015 Veröffentlichungen im Internet z.B. auf www.leselupe.de  ; www.lutz-sehmisch.de   Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben
Lutz Sehmisch
Websitestatistik
über mich
© Lutz Sehmisch 2011 - 2017